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Naturschutz im Bunker: Fledermäuse in Bossow

Der lange Weg zum perfekten Winterquartier.

Exkursionsleiterinnen: Jenny Broeker und Liska Meyer-Olbersleben

Eine Gruppe Großer Mausohren hängen in einer Betonröhre und schlafen. Sie sind durch die hohe Luftfeuchte komplett mit Kondenswasser bedeckt.
Großes Mausohr im Winterquartier. | Foto: Thomas Münzberger 2025, Bunkeranlage Bossow

In der ehemaligen militärischen Führungsstelle der NVA der DDR in Bossow, welche sich seit 2016 im Besitz der Stiftung Reepsholt für Naturschutz und umweltgerechte Ressourcennutzung befindet, liegen 3 Mannschaftsbunker, eine Bunkerleitstelle und eine Kelleranlage des ehemaligen Sozialgebäudes der Führungsstelle. Nach aufwändigen Arbeiten durch den Förderverein des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide finden hier mehrere Fledermausarten ein attraktives Winterquartier. 

Der lange Weg zum geeigneten Winterquartier

Bereits 2001 begann der Förderverein Nossentiner/Schwinzer Heide mit der Beräumung von Bunker und Keller und deren Sicherung für Fledermäuse. Leider waren damals Kenntnisse über die Sicherung und die finanziellen Mittel begrenzt. Oft wurden die Anlagen aufgebrochen und die angebrachten Quartiermöglichkeiten zerstört. 

2019 entfernte die Stiftung Reepsholt oberirdische Teile des Sozialgebäudes und befreite Keller/Bunker von Müll.

Im Jahre 2021 bemühte sich die Stiftung erneut um den Umbau. Fördermittel des StALU Mittleres Mecklenburg via Naturschutzförderrichtlinie des Landes MV ermöglichten den 1. Bauabschnitt abzuschließen: die Bunkerleitstelle wurde gesichert und für Fledermäuse optimiert, die zweite Kelleranlage wurde entkernt und mit Hangsteinen ausgestattet.

Zwei Fledermausspezialistinnen leiteten die Exkursion.

Jenny Broeker

ist Mitarbeiterin der NATURA 2000-Station für Fledermäuse. Sie betreut Projekte zum Schutz heimischer Fledermausarten, begleitet Forschungsarbeiten und steht als Ansprechpartnerin für Fachfragen sowie Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

Liska Meyer-Olbersleben

arbeitet ebenfalls als Mitarbeiterin der NATURA 2000-Station für Fledermäuse. Ihre Schwerpunkte liegen in der Betreuung von Monitoring-Vorhaben, der fachlichen Beratung von Kommunen und Ehrenamtlichen sowie der Organisation von Bildungs- und Informationsangeboten.
Die für Westmecklenburg zuständige NATURA 2000-Station für Fledermäuse wird vom Förderverein des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide getragen. Sie engagiert sich im Fledermausschutz und in der Forschung, bietet fachliche Beratung an und organisiert Veranstaltungen wie das jährliche Fledermauskolloquium.

Starkes Ergebnis

Das Zählergebnis war sehr erfreulich. Besonders bei den Wasserfledermäusen, da diese eine Woche zuvor offenbar noch nicht in den Winterquartieren unterwegs waren.

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