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Wiesenpflege am Pätschsee

Frauen und Männer schneiden mit Astscheren junge Sträucher auf einer frostigen Wiese ab.
Junge Gehölze mussten zurückgeschnitten werden, um eine Verbuschung zu verhindern. | Foto: Kerstin Bull 2026, Wiese am Großen Pätschsee

In den vergangenen Jahren wurde die Wiese am Ostufer des Plauer Sees mit Technikeinsatz und vielen Helfern in einen sehr guten Zustand versetzt. Diesen galt es zu erhalten.

Kleines Naturparadies am Plauer See

Seit mehreren Jahren engagieren wir uns für den Erhalt des wertvollen Magerrasens auf der kleinen Wiese am Pätschsee bei Zislow. Dieses besondere Biotop beherbergt noch Silbergraspionierrasen, blühenden Sand-Thymian und Grasnelken. Zahlreiche Insekten finden hier einen Lebensraum: Blutströpfchen und andere Falter sind ebenso zu beobachten wie seltene Spinnen, Raubfliegen und Sandwespen. Mit unserer Pflegearbeit tragen wir dazu bei, diese artenreiche Offenlandschaft dauerhaft zu bewahren.

Was war zu tun?

Ziel unseres Pflegeeinsatzes ist es, eine Verbuschung der Wiese zu verhindern und damit den Lebensraum wertvoller Offenlandarten zu erhalten. Besonders die invasive Späte Traubenkirsche stellt dabei eine große Herausforderung dar und wurde von uns bereits mehrfach zurückgedrängt.

Im Herbst 2024 wurde über den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Landschaftspflegeunternehmen beauftragt, die Wurzeln der Späten Traubenkirsche mithilfe von Technik zu entfernen. Diese Maßnahme war weitgehend erfolgreich. Die dabei entstandenen Spuren konnten beim letzten Arbeitseinsatz beseitigt werden. Nun kam es darauf an, mit  Handarbeit die verbleibenden Stockausschläge zu entfernen, um den Pflegeerfolg dauerhaft zu sichern. Aufwachsende Brombeerpflanzen wurde mit Freischneidern entfernt. An den Randbereichen gelang es uns mit Astknackern und Freischneidern, die auf die Fläche drängenden Späten Traubenkirschen, Zitterpappeln und Schlehen zurückzudrängen. Wertgebende Gehölze wie Weißdorn oder Hasel wurden freigestellt.
Gegen Mittag waren wir fertig und wurden vom Flächeneigentümer zu einem köstlichen Essen eingeladen. Auch auf diesem Wege nochmals Dankeschön für die nicht selbstverständliche Geste.

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