Wie geht es der Orchidee des Jahres 2025?
Exkursionsleiter: Udo Steinhäuser

Während unserer Exkursion im Jahre 2025 zur "Orchidee des Jahres" bot sich uns in der Fahrenhorst ein ernüchterndes Bild. Ganze zwei Exemplare der Grünlichen Waldhyazinthe waren noch zu finden. Unsere Pflegemaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Landwirt bieten Grund zu vorsichtigem Optimismus. In diesem Jahr konnten 5 Exemplare gezählt werden.
Aus Plänen wurden Taten.
Wie im Sommer besprochen, haben wir unsere Hilfemaßnahmen im Winter in die Tat umgesetzt. Mit Freischneidern und Astscheren haben wir aufkommende Gehölze und Totholz entfernt. Dadurch konnten wir für die letzten verbliebenen Orchideen den Lebensraum verbessern und für mehr Luft und Licht sorgen. Auch mit dem Landwirt sind wir ins Gespräch gekommen und haben schnell erkannt, mit wie viel Augenmaß er die Fläche gepflegt hat. Der Technik waren aber durch aufkommenden Bewuchs Grenzen gesetzt. Wir wollen zukünftig dafür sorgen, dass die Pflegemahd ohne Hindernisse erfolgen kann. Auch in diesem Jahr wollen wir dazu mit dem Landwirt die Pflegemaßnahmen absprechen.
War unser Einsatz erfolgreich?
Wir wollten bei dieser Exkursion nach der Grünlichen Waldhyazinthe und dem Heilziest schauen. Der Heilziest befindet sich in einem ausgezeichnetem Zustand und ist auch weiterhin in Ausbreitung begriffen. Bei der Orchidee ist vorsichtiger Optimismus angebracht. Hier wird ein weiterer Pflegeeinsatz nötig sein. Einige Stubben verhindern noch eine maschinelle Mahd. Eventuell können wir diese mit einer Stubbenfräse beseitigen. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass die Schaffung von "Luft und Licht" sich positiv auf die Pflanzen ausgewirkt hat.
Rettung für den Apfelbaum
Seit vielen Jahren ist ein sehr alter Apfelbaum ein wahrer Pilgerort für viele Naturfreunde. Hier kann man die Ruhe genießen und in Erinnerungen schwelgen. Zu jeder Jahreszeit wird man von dieser
Baumpersönlichkeit in den Bann gezogen. Inzwischen ging es dem Apfelbaum nicht mehr so gut. Einige Buchen überragten ihn und dunkelten den Baum förmlich aus. Der Revierleiter der Landesforst Herr
Nissler versprach Hilfe. Sachkundig und mit Augenmaß wird für den Apfelbaum wieder Licht geschaffen ohne das Waldgefüge zu stark zu verändern.
Herr Nissler bereicherte diese Exkursion mit seinem Fachwissen und gab kompetent zu forstlichen Fragen Auskunft. Im Gegenzug konnte er von unseren Entomologen und Botanikern profitieren - wir
hoffen auf weitere gemeinsame Ausflüge.











