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Zwischen Dunkelheit und Licht: Die Welt der Nachtfalter

Schmetterlingsfang auf der Streuobstwiese

Leitung: Udo Steinhäuser

Der Nachtfalter Brauner Bär sitzt mit etwas geöffneten Flügeln auf Birkenrinde. Die Vorderflügel sind braun mit weißer Zeichnung, die Hinterflügel leuchten orange mit dunkelblauen Punkten.
Der hübsche Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht. | Foto: Monty Erselius 2023, Plau am See

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Die Mischung aus alten Obstbäumen, blütenreichen Wiesen, Hecken und Randstrukturen bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ideale Lebensbedingungen. Besonders für Nachtfalter sind Streuobstwiesen von großer Bedeutung. Mit Hilfe des Lichtfangs können viele der nachtaktiven Arten beobachtet werden. Dabei werden die Falter von einer Lichtquelle angelockt und können schonend bestimmt und dokumentiert werden.

Wann: am 03.07.2026 um 21:30 Uhr

Wo: Apfelwiese in Plötzenhöhe in Plau am See

Mitbringen: kleine Taschenlampe, eventuell Mückenschutz, einen kleinen Imbiss

Treffpunkt: Apfelwiese, Plötzenhöhe, Seestr. am Glascontainer

Warum kommen Nachtfalter zum Licht?

Nachtfalter kommen nicht gezielt zum Licht, weil sie es „mögen“. Warum sie künstliche Lichtquellen anfliegen, ist wissenschaftlich nicht vollständig geklärt, aber es gibt einige gut belegte Erklärungen:

  • Orientierung am Himmelslicht: Viele Nachtfalter nutzen den Mond oder andere weit entfernte Lichtquellen zur Navigation. Da diese Lichtquellen sehr weit entfernt sind, können die Tiere einen konstanten Winkel zu ihnen halten. Bei einer nahegelegenen Lampe funktioniert diese Strategie nicht mehr. Die Falter versuchen weiterhin, den Winkel einzuhalten, und fliegen dadurch spiralförmig um die Lichtquelle.
  • Anziehung durch bestimmte Wellenlängen: Nachtfalter reagieren besonders empfindlich auf UV- und blaues Licht. Viele künstliche Lichtquellen senden solche Lichtanteile aus und wirken deshalb besonders anziehend.

Streuobstwiesen als Lebensraum für Nachtfalter.

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Die Mischung aus alten Obstbäumen, blütenreichen Wiesen, Hecken und Randstrukturen bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ideale Lebensbedingungen. Besonders für Nachtfalter sind Streuobstwiesen von großer Bedeutung. Viele Nachtfalterarten finden hier geeignete Futterpflanzen für ihre Raupen. Die Blätter von Obstbäumen, Wildkräutern und Gräsern dienen als Nahrungsgrundlage für die Entwicklung der Larven. Die erwachsenen Falter profitieren von dem reichhaltigen Blütenangebot, das vom Frühjahr bis in den Herbst hinein Nektar bereitstellt. Darüber hinaus bieten alte Obstbäume mit ihrer rissigen Rinde, Baumhöhlen und Totholzbereichen geschützte Rückzugsorte. Die strukturreiche Landschaft schafft ein günstiges Mikroklima und ermöglicht den Tieren, verschiedene Lebensräume auf engem Raum zu nutzen.