Arbeitseinsatz im Enziansoll
Koordinator: Jens Fengler

Das Enziansoll bei Klein Dammerow ist ein bedeutendes Flächennaturdenkmal im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt südöstlich des Ortes Klein Dammerow und gehört als isolierte Teilfläche zum FFH-Gebiet „Fließgewässer, Seen und Moore des Siggelkower Sanders“.
Lungenenzian war für das Gebiet namensgebend.
Der Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe) gehört zu den seltensten und schönsten Wildpflanzen Mecklenburg-Vorpommerns. Mit seinen leuchtend tiefblauen, glockenförmigen Blüten prägt er von Juli bis September nährstoffarme Feuchtwiesen, Moorheiden und vermoorte Senken. Die Art ist an dauerhaft feuchte, nährstoffarme Standorte angepasst und reagiert sehr empfindlich auf Entwässerung, Düngung und Nutzungsänderungen. In den 1980er Jahren wurden dort außergewöhnlich große Bestände nachgewiesen und das Gebiet besaß eine hohe Bedeutung für den botanischen Artenschutz. Leider haben sich die Bedingungen für den Lungenenzian in den letzten Jahren im Enziansoll deutlich verschlechtert. Gehölze wie Pappeln und vor allem die Kriechweide drohen den Licht und Luft liebenden Enzian förmlich zu ersticken. Im Jahr 2025 konnten nur noch 10 blühende Pflanzen nachgewiesen werden.
Wann: 21.07.2026 um 17 Uhr
Wo: Enziansoll Klein Dammerow
Mitbringen: Festes Schuhwerk, Handschuhe, Rechen, Spaten
Treffpunkt: Gutshaus Klein Dammerow
Aufgeben ist keine Option!
Im Juli 2022 führte uns eine Exkursion in das Enziansoll. Dort konnten wir noch 28 Pflanzen zählen, bemerkten aber den schlechten Gebietszustand. Im Februar 23 leisteten wir den ersten Arbeitseinsatz zur Bekämpfung der Kriechweide. Mit Hacke und Spaten versuchten wir die Kriechweide zurückzudrängen, indem wir die Wurzeln entfernten. Eine sehr schwere Arbeit, an die sich manche Teilnehmer noch heute erinnern. Das konnte nicht die Lösung sein!
Ohne Technik geht es nicht!
2023 konnten 24 Pflanzen gezählt werden, im nächsten Jahr nur noch 20. Der Niedergang schien kaum noch aufzuhalten. Im Herbst 24 startete dann die Baumaßnahmen des StaLu. Dabei wurden mit Technik die Pappeln gerodet und die Wurzeln der Kriechweiden entfernt. Bei diesen Maßnahmen wurde der Oberboden teilweise entfernt, was zu einer Veränderung der Vegetation führte. Ohne diese Maßnahme wäre der Standort verloren gewesen! 2025 erfolgten dann zwei kleine Arbeitseinsätze mit kleinflächigen Pflegemaßnahmen. In diesem Jahr konnten noch 10 Pflanzen gezählt werden. Nach den erheblichen Eingriffen geben sie Grund zur Hoffnung.
Was ist zu tun?
Wir wollen mit Hilfe von Freischneidern kleine Bereiche mähen und die das Mahdgut an den Rand der Fläche verbringen. Einwandernde Kriechweide und Pappeln wollen wir mit Spaten zurückdrängen - noch ist das gut machbar.
Wir bitten um Verständnis!
Bei allen Terminen behalten wir uns Änderungen vor! Z. B. Witterung, Krankheit oder andere Umstände können (auch kurzfristig) zur Absage oder Verschiebung von Terminen führen. Die Einzeltermine werden jeweils auch per E-Mail kommuniziert. Wenn Du in unseren Mailverteiler aufgenommen werden möchtest, nutze bitte das Kontaktformular...
